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Gesichtsstraffungen / Facelift

1. Was versteht man unter Gesichtsstraffungen/Facelift?

An keiner anderen Körperstelle wird die Alterung so schonungslos wieder gespiegelt wie im Gesicht. Abhängig von genetischen Faktoren, Krankheiten und Lebensgewohnheiten wie Ernährung, Rauchen, UV- Belastung etc. zeigen sich typische Alterserscheinungen wie z.B. Faltenbildung, Herabsinken der Wangen, Lider und Augenbrauen sowie Verlust der Fettpolster im Gesicht individuell unterschiedlich schnell. Mittlerweile können unter anderem durch Methoden wie Unterspritzungen mit Botox und Hyaluronsäure oder Lasertherapie insbesondere bei jüngeren Patienten viele altersbedingte Veränderungen erfolgreich behandelt werden. Bei vorangeschrittener Alterung des Gesichts mit bereits deutlich abgesacktem Unterhautgewebe, meist ca. ab Mitte fünfzig, ist die operative Gesichtsstraffung allerdings immer noch die effektivste Methode der Verjüngung. Sie gehört jedoch zu den anspruchvollsten ästhetischen Operationen, da das Gesicht keinesfalls „operiert“ erscheinen darf. Man unterscheidet verschiedene Formen der Gesichtsstraffung. Bei einem „Midface-Lifting“ werden Hängebäckchen über einen Schnitt am Unterlid angehoben und so Nasolabialfalten und hängende Mundwinkel verbessert. Ein „Midface- Lifting“ lässt sich optimal mit einer Straffung der Unterlider kombinieren. Beim „Mini-Lift“ wird über kurze Schnitte überschüssige Haut entfernt und so insbesondere Stirn und Augen gestrafft. Dieser Effekt bleibt jedoch nur kurz bestehen, da lediglich eine Hautstraffung erfolgt, das darunter liegende Gewebe jedoch nicht verändert wird. Beim „Full-Face-Lifting“ erfolgt sowohl die Straffung der Haut als auch des darunter gelegenen Gewebes bestehend aus Fett, Bindegewebe und Muskulatur (englisch: „SMAS“). Die Kombination mit einer Straffung des Halses ist meist sinnvoll.

Welche Vorgehensweise im Einzelfall die beste ist, muss individuell Entschieden werden. Deswegen nehmen wir uns im Vorfeld viel Zeit für eine genaue Gesichtsanalyse mit ausführlichem Gespräch, in dem Ihre Erwartungen und Wünsche besprochen und Sie ausführlich über mögliche Behandlungsalternativen informiert werden.

2. Wie verläuft eine Gesichtsstraffungen/Facelift?

Die Operation erfolgt meist in Vollnarkose. Dann erfolgt zunächst die Unterspritzung mit einer blutstillenden und lokal schmerzstillenden Lösung. Die Schnittführung verläuft etwas hinter der Haargrenze in der behaarten Kopfhaut und vor dem Ohr bis hinter das Ohrläppchen. Dann erfolgt die Präparation der Haut sowie Positionierung des „SMAS“ und die Entfernung der überschüssigen Haut. Schließlich wird die Haut wieder fein vernäht. Je nach Befund ist eine Kombination mit Zusatzeingriffen wie Eigenfett- behandlungen oder Straffung der Ober- und Unterlider möglich. Nach der Operation schließt sich meist ein 2 – 4 tägiger Klinikaufenthalt an. Der Fadenzug erfolgt nach ca. 7 Tagen. Arbeits- und Gesellschafts- fähigkeit bestehen nach ca. 2-3 Wochen je nach Schwellung und Hautverfärbung.

3. Welche Risiken gibt es?

Blutergüsse sind die häufigste Komplikation bei einem Facelift. Selten können sie so stark sein, dass erneut operiert werden muss. Verletzungen der Gesichtsnerven mit Taubheitsgefühlen oder Minderung der Motorik können ebenfalls auftreten. Meist kehren Gefühl sowie die Beweglichkeit der Muskulatur jedoch nach einigen Wochen bis Monaten wieder zurück. Das Absterben von Teilen der Haut ist aufgrund der guten Durchblutung im Gesicht sehr selten und fast nur bei Rauchern zu beobachten. Deswegen sollte einige Wochen vor und nach einem Facelift nicht geraucht werden. Unschöne bzw. auffällige Narben gehören ebenfalls zu den möglichen Risiken.