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Angleichung bei Brustasymmetrie

1.Was ist eine Angleichung bei Brustasymmetrie?

Bei fast jeder Frau besteht eine geringe Ungleichmäßigkeit der Brüste. Diese „natürliche Asymmetrie“ stört die meisten Frauen kaum und bedarf keiner Therapie. Ausgeprägte, offensichtliche Asymmetrien gelten im medizinischen Sinn als Deformität und stören das Körperbewusstsein erheblich, was zu einer deutlichen Minderung der Lebensqualität führt.

Da diese Veränderungen angeboren sind, sind bereits sehr jung Frauen betroffen. In vielen Fällen werden die Kosten für die Operation von der Krankenkasse übernommen. Häufig gehen Asymmetrien auch mit einer tubulären Brustdeformität, der sog. Rüsselbrust, einher. Von der Asymmetrie können sowohl Brustdrüse, als auch Muskulatur und sogar die Brustwand betroffen sein. Bei der Untersuchung vor der Operation ist es sehr wichtig, die betroffenen Strukturen sowie die „normale“ Brust zu erkennen. Ausgehend von dieser erfolgt die Entscheidung für das entsprechende OP – Verfahren.

2. Wie verläuft die Operation?

Bei den Asymmetrien gibt es kein Standardverfahren. Je nach vorliegender Asymmetrie und Wunsch der Patientin kann eine Anpassung entweder durch Verkleinerung der größeren Seite oder durch Vergrößerung der kleineren Seite erfolgen. Am häufigsten erfolgt eine Kombination, bei der einen Seite vergrößert und die Gegenseite gestrafft wird. Die Operation erfolgt in der Regel in Vollnarkose. Die Dauer der Operation variiert je nach gewähltem Vorgehen. Am OP-Tag erfolgt zunächst das Anzeichnen der Schnittführung  an der stehenden Patientin. Nach der Operation schließt sich ein 2- bis 3-tägiger Klinikaufenthalt an. In der Regel besteht nach 2-3 Wochen wieder Arbeitsfähigkeit. Die Fäden werden nach 2-3 Wochen gezogen. Ein spezieller BH sollte für ca. 4 Wochen getragen werden.

Um das für Sie jeweils optimale Verfahren auszuwählen, nehmen wir uns viel Zeit für ein ausführliches Vorgespräch vor der Operation. Hier werden alle Einzelheiten besprochen und die medizinischen Möglichkeiten in Einklang mit Ihren Vorstellungen gebracht.

3. Welche Risiken gibt es?

Die Risiken entsprechen in etwa den Risiken einer reinen Brustvergrößerung mit Implantat sowie einer reinen Bruststraffung. Wundschmerzen, Spannungsgefühle und Verfärbungen der Haut können immer auftreten und verschwinden meist nach einigen Tagen. Neben den allgemeinen Operationsrisiken wie Blutungen, Narbenbildung, Infektion und Thrombose ist die Kapselfibrose bei Einbringen eines Implantats das häufigste Risiko. Dabei handelt es sich um eine Verhärtung der Bindegewebskapsel um das Implantat, welche zu Schmerzen führen kann. Sie tritt meist erst viele Jahre nach der Operation auf und kann dazu führen, dass das Implantat gewechselt werden muss.

Auch kann eine leichte Asymmetrie der Brüste unter Umständen bestehen bleiben.

Die Stillfähigkeit wird durch den Einsatz von Implantaten und Bruststraffung meist nicht beeinträchtigt.